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Impotenz durch Diabetes

Zusammenfassung: Diabetes gehört mit zu den häufigsten körperlichen Ursachen von Impotenz bei Männern. Im folgenden Artikel erhalten Sie mehr Informationen welchen Einfluss die Zuckerkrankheit auf den männlichen Körper hat und welche Behandlungsmethoden es bei durch Diabetes verursachten Erektionsstörungen gibt.

Inhaltsverzeichnis

Potenzprobleme bei Diabetikern sind häufig, werden aber zu selten vom behandelnden Arzt diagnostiziert und entsprechend behandelt. Neben den Tatsachen, dass häufig nicht nach dem Sexualleben im Arzt-Patienten-Gespräch gefragt wird und der Patient von sich aus ungern über Potenzstörungen berichtet, liegt der Grund für das Nicht-Wahrnehmen der Potenzprobleme im fehlenden Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Impotenz.

Die Studienlage zum gemeinsamen Auftreten von Impotenz und Diabetes mellitus ist noch nicht eindeutig und schwankt zwischen 20 – 70 Prozent. Im Mittel kann davon ausgegangen werden, dass etwa jeder zweite Diabetiker im Laufe seiner Erkrankung eine Erektionsstörung entwickeln wird. Im Vergleich zu Männern, die nicht an Diabetes mellitus leiden, ist das Risiko folglich doppelt bis dreimal so hoch.

Diabetes als mögliche Ursache von Impotenz

Diabetes mellitus ist nur einer von vielen Risikofaktoren, die das Auftreten einer Potenzstörung wahrscheinlicher machen. Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, eine Erektionsstörung zu entwickeln. Andere körperliche Ursachen, die der Patient beeinflussen kann, sind Adipositas, erhöhte Blutfette, Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel.

Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gehört vor allem das Alter. Manche Medikamente (zum Beispiel beta-Blocker zur Senkung des Bluthochdrucks, aber auch Antidepressiva wie Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) und Trizyklische Antidepressiva sowie Lithium) begünstigen eine Erektile Dysfunktion. Darüber hinaus können psychische Ursachen wie Stress, Ängste und Sorgen eine Potenzproblematik hervorrufen.

Impotenz durch Diabetes

Einfluss von Diabetes auf die Potenz

Diabetes mellitus begünstigt die Entstehung von körperlichen Beschwerden, die sich gleichzeitig negativ auf die Potenzfähigkeit auswirken können. Vor allem Schädigungen der Durchblutung, Gefäße und Nerven kann zu Impotenz führen, da besonders gesunde Gefäße und Nerven Voraussetzung zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Erektion sind.

Arterielle Insuffizienz (Durchblutungsstörungen)

Hyperglykämien (zu hohe Blutzuckerwerte) schädigen auf Dauer die Gefäßwände. Aufgrund dieser Schädigung können sich Fetteinlagerungen bilden. Wenn die Fetteinlagerungen aufbrechen, wird das Blutgerinnungssystem aktiviert.

Das entstehende Gerinnsel engt das Gefäß ein und kann es sogar verstopfen (Arteriosklerose). Wenn kleine Gefäße betroffen sind, kommt es zu "Mikro-Infarkten". Diese Veränderungen der Gefäßstruktur beeinträchtigen die Blutzufuhr des Penis und seiner Schwellkörper. Durch den verringerten Gefäß-Durchmesser kann weniger Blut pro Zeiteinheit fließen. Zusätzlich erscheint die Gefäßwand nicht mehr glatt, sondern uneben und unregelmäßig.

Die Blutströmung verändert sich von laminar zu turbulent, was sich in Verwirbelungen und einer langsameren Fließgeschwindigkeit ausdrückt. Insgesamt begünstigen diese Veränderungen die Entstehung einer Erektionsstörung.

Dieselben Vorgänge sind auch beteiligt bei anderen Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus. Dazu zählen Funktionsstörungen der Niere, des Auges und auch der Herzgefäße. Die KHK (koronare Herzkrankheit) stellt mit anderen arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen mit 80 % die häufigste Todesursache bei Diabetikern dar.

Potenzprobleme durch Diabates

Veno-okklusive Dysfunktion (Gefäßschaden der Venen)

Nicht nur die zuführenden arteriellen Gefäße werden durch hohe Blutzuckerspiegel geschädigt. Die Venen und die Muskeln ihrer Gefäßwände werden von der reaktiven Aldehyd-Gruppe der Glukose angegriffen. Es entstehen AGEs ("advanced glycation end products", also Stoffe, an die sich der Zucker angehängt hat).

Diese AGEs regulieren das Enzym Arginase hoch. Die Arginase wiederum konkurriert mit der Stickstoffmonoxid-Synthase um das Substrat L-Arginin. Stickstoffmonoxid (NO) wird aber benötigt, damit sich die venösen Gefäße entspannen können. Nur wenn sich die Venen entspannen, kann genug Blut in die Schwellkörper aufgenommen werden, was eine für die Penetration ausreichend harte Erektion erzeugt.

Diabetische Neuropathie (Schädigung der Nerven)

Wie genau Diabetes mellitus die Nerven schädigt, ist derzeit noch Gegenstand der Forschung. Angenommen wird, dass die Gefäße, die den Nerven und seine Fettscheide versorgen, durch Hyperglykämien geschädigt werden. Dadurch verlieren die Nerven ihre Fettscheide, die wie ein Isolierkabel funktioniert und eine schnelle Weiterleitung der elektrischen Impulse ermöglicht.

In der Folge können auch die Nerven selbst verkümmern. So kommt es zum Ausfall von Empfindungen für Schmerz, Wärme, Kälte, Vibration und Berührung. Gerade im Intimbereich ist der Mensch aber auf seine Empfindlichkeit für Berührungen angewiesen. Dies sorgt für eine Stimulation der sexuellen Lust.

Weiterhin wird die Erektion selbst über Nerven gesteuert. Wenn diese Nerven geschädigt werden und verkümmern, schränkt das die Fähigkeit zur Erektion ein. Neben der strukturellen Schädigung der Nerven wird auch eine funktionelle Störung beobachtet. Die ausgeschütteten Botenstoffe (Neurotransmitter) unterscheiden sich bei Diabetikern in ihrer Konzentration von denen bei Nicht-Diabetikern.

Niedrigere Testosteron-Spiegel (Hormonstörung)

Bei Diabetikern werden verringerte Testosteron-Spiegel gemessen. Testosteron spielt eine wichtige Rolle bei der Empfindung von Lust. Ein niedriger Testosteron-Spiegel geht zumeist mit einer verminderten Libido einher. Mit der Bildung und Aufrecht-Erhaltung einer Erektion hat Testosteron nur insofern zu tun, dass eine gewisse sexuelle Lust förderlich ist.

Diabetes begünstigt Entstehung von Entzündungen

Bakterien haben es gerne warm und feucht. Wenn dann noch ein großzügiges Nahrungsangebot besteht, können sie sich hervorragend vermehren. Zucker gehört zur beliebten Nahrung von Keimen. Folglich leiden Diabetiker, die häufig zu hohe Blutzuckerwerte haben, vermehrt an bakteriellen Infektionen, insbesondere im Urogenital-Bereich.

Wenn Entzündungen der Eichel oder Harnröhre aufsteigen, können Blasenentzündungen und im schlimmsten Fall bei Voranschreiten der Entzündung Nierenbeckenentzündungen entstehen. Verständlicherweise sind Entzündungen im Intimbereich nicht förderlich für die Libido und das Sexualleben.

Das hilft bei Impotenz

Impotenz als Warunung

Wenn zusätzlich zu einem bestehenden Diabetes mellitus eine Impotenz hinzukommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden – auch wenn das Thema der Sexual-Störungen oftmals mit Scham oder Angst besetzt ist. Einerseits kann der Arzt dem Betroffenen helfen, andererseits ist es wichtig für die weitere Behandlung, denn: Der menschliche Körper ist als Ganzes zu betrachten.

Bei systemischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus leiden nicht nur die Blutgefäße des Penis, sondern alle Gefäße des Körpers! Wenn hier schwere Schädigungen vorliegen, die zur Potenzstörung geführt haben, muss dringend abgeklärt werden, wie es um die Gefäße des Herzens, der Niere und des Auges steht.

Herzinfarkte verlaufen beim Diabetiker oft "stumm", also ohne Schmerzen. Dadurch bedingt sich, dass Hilfe manchmal zu spät angefordert wird. Darum sollte die Impotenz als deutliches Warnsignal interpretiert werden, das weitere Diagnostik nach sich ziehen sollte.

Behandlung von Impotenz durch Diabetes

Vorbeugung ist die beste Therapie. Darum sollten Diabetiker an Schulungen teilnehmen und lernen, ihren Blutzucker zu kontrollieren und richtig einzustellen. Ein regelmäßiger Check-up beim Diabetologen und beim Hausarzt ist empfehlenswert. Diabetiker sollten dazu bitte unbedingt ihre Aufzeichnungen über die letzten Blutzuckerwerte mitbringen.

Neben den Blutzuckerwerten sollten zusätzlich der Blutdruck und die Blutfette überprüft und gegebenenfalls behandelt werden. Die klassische Therapie bei Erektiler Dysfunktion stellen die PDE-5-Hemmer wie Viagra oder Cialis dar. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit von Injektionen in die Schwellkörper, Penis-Pumpen und Implantaten.


Impotenz bei jungen Männern

Impotenz, fachmedizinisch erektile Dysfunktion, bezeichnet eine länger andauernde sexuelle Störung, bei der ein Mann über einen längeren Zeitraum keine Erektion bekommt. Erektionsstörungen können Männer jeden Alters betreffen und bei älteren wie jungen Männern verschiedene Ursachen haben. Je nach Ursache bieten sich unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten an.

Häufigkeit

Die Wahrscheinlichkeit einer erektilen Dysfunktion steigt mit zunehmendem Alter. Dennoch ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass immer mehr junge Männer unter Impotenz leiden. Studien zeigen, dass etwa ein Viertel der Patienten, die wegen erektiler Dysfunktion ärztliche Hilfe aufsuchen, jünger als 40 Jahre ist. Von diesen jungen Patienten leidet fast die Hälfte an schwerwiegenden Potenzproblemen. Andere Untersuchungen legen nahe, dass heute etwa 10 bis 30 Prozent aller jungen Männer an erektiler Dysfunktion leiden.

Ursachen von Impotenz bei jungen Männern

Ursachen für Impotenz bei jungen Männern

Körperliche Ursachen von Erektionsstörungen sind bei jungen Männern seltener, doch sie können ebenso wie psychische Ursachen eine erektile Dysfunktion hervorrufen. Zu den typischen körperlichen Ursachen gehören:

  • Durchblutungsstörungen
  • Schädigung des Schwellkörpers
  • hormonelle Störungen
  • Schädigungen am Nervensystem

Studien haben ergeben, das noch vor 30 Jahren junge Männer zwischen 20-40 Jahren etwa 70 Prozent mehr Sex hatten. Vor allem die steigenden beruflichen Anforderungen an junge Leute und der damit zusammenhängende Stress können zu Impotenz führen.

Dieser Zusammenhang hat biologische Ursachen: In Stresssituationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie Kortisol aus, welches sich ab einer bestimmten Blutspiegelkonzentration erheblich auf das Lustgefühl auswirken kann. Vor allem chronische Überlastung hat einen negativen Einfluss auf den gesamten Körper und kann so die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dies gilt für beruflichen wie privaten Stress, der in Form von Beziehungsproblemen, Ängsten, negativen sexuellen Erfahrungen oder Ähnlichem auftreten kann.

Weitere Faktoren die Impotenz/erektile Dysfunktion fördern sind:

  • Übergewicht und Adipositas
  • Rauchen
  • ungesunde, zu fetthaltige Ernährung
  • häufiger Alkoholkonsum
  • ständige Übermüdung
  • Depressionen

Hinzu kommt, dass Impotenz, selbst wenn sie eine physische Ursache hat, schnell zum Kopfproblem wird, das Selbstvertrauen zerstört und Versagensangst hervorrufen kann, welche die Erektionssötrungen noch verstärken.

Es gibt jedoch noch eine weitere Ursache für Impotenz bei jungen Männern. Der übermäßige Konsum von Pornos, der durch das Internet sehr schnell und einfach möglich ist. Pornos können sich auf die Erwartungen an die eigene Sexualität auswirken und einen hohen Erfolgsdruck aufbauen, den man(n) letzten Endes nicht stand hält.

Untersuchungen zufolge gibt es darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen anhaltenden Erektionsstörungen und häufig wechselnden Sexualpartnern. Schließlich kann Impotenz als Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten auftreten. Einen negativen Einfluss auf die Potenz können beispielsweise folgende Arzneimittel haben:

  • Antidepressiva
  • Anti-Epileptika
  • Beruhigungs- und Schlafmittel
  • Betablocker
  • Diuretika (harntreibende Arzneimittel)
  • Hormone (zum Beispiel zur Behandlung von Akne, Haarausfall oder Prostatakrebs)
  • Neuroleptika (zur Behandlung von psychischen Erkrankungen)
  • Ritalin (Arzneimittel zur Behandlung von ADHS und Narkolepsie)
  • Schmerz- und Rheumamittel

Impotenz als Warnung verstehen

Erektile Dysfunktionen können das Symptom einer anderen Erkrankung sein. Insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, die Koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall stehen häufig in Zusammenhang mit Impotenz. Diese kann demnach ein wichtiges Warnsignal sein, das dazu führen kann, bestimmte zugrunde liegende Erkrankungen zu erkennen und frühzeitig zu behandeln.

Oft ist Impotenz eine Folge beziehungsweise ein Anzeichen für Diabetes mellitus oder einen niedrigen Testosteronspiegel. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson können ebenfalls mit einer erektilen Dysfunktion einhergehen. Weitere Erkrankungen, auf die eine Impotenz hindeuten könnte, sind Schädigungen des Rückenmarks (wie bei der Querschnittslähmung oder einem Bandscheibenvorfall) und Verletzungen des Schwellkörpers.

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt diverse Möglichkeiten, Erektionsstörungen bei jungen Männern erfolgreich zu behandeln. Die einfachste und schnellste Möglichkeit ist die Behandlung durch sogenannte Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra. Diese Medikamente enthalten einen Wirkstoff, der das Enzym PDE-5 in den Schwellkörpern des Penis unterdrückt und somit eine Erektion ermöglicht.

Viagra als Hilfe bei Impotenz

Das Enzym verhindert, dass sich der Mann entspannen kann, sodass Blut in den Penis fließen und eine Erektion die Folge ist. Diese Behandlungsmethode verspricht ein schnelles Erfolgserlebnis, das den Betroffenen die Versagensangst nimmt und psychische Blockaden lösen kann. Potenzmittel schaffen somit häufig eine Grundlage für eine mögliche weiterführende Behandlung um die eigentlichen Ursachen der Erektionsstörungen zu bekämpfen.

Die weiterführende Behandlung macht dann Sinn, wenn die Erektionsstörungen bei jungen Männern auf einen überhöhten Pornokonsum zurückzuführen ist. Potenzmittel wie Cialis oder Viagra wirken zwar in diesem Fall, doch sie lösen nicht das eigentliche Problem. Um unrealistische Vorstellungen und Erwartungen, die häufig durch Pornokonsum entsehen, abzubauen, bedarf es einer umfassenden Sexualtherapie mit einem entsprechend ausgebildeten Therapeuten.

Eine Veränderung der Lebensgewohnheiten ist ebenso erforderlich, um Impotenz zu mindern. Hierzu gehören:

  • konsequente Ruhephasen
  • regelmäßiger Sport
  • Entspannungsprogramme (wie Autogenes Training)
  • gesunde, ausgewogene und cholesterinarme Ernährung
  • Verzicht auf Rauchen
  • Verringerung des Alkoholkonsums

Darüber hinaus kann ein spezielles Beckenbodentraining und regelmäßige sexuelle Aktivität die Penisdurchblutung und den Testosteronspiegel erhöhen. Dies wirkt sich einerseits positiv auf das subjektive Wohlbefinden und andererseits auf die Standfestigkeit und das Durchhaltevermögen des Penis aus. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind:

  • Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)
  • Mediated Urethral System (MUSE)
  • Vakuum-Erektionshilfen ("Penis-Pumpe")
  • operative Einpflanzung eines Schwellkörpers

Welche Behandlungsmethode in Ihrem Fall die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab und kann letztendlich nur durch den Facharzt abgeschätzt werden.


Psychische Ursachen für Erektionsprobleme

Viele Menschen empfinden ihren Alltag als Dauerstress. Die Erwartungen an Männer sind in der modernen Gesellschaft enorm gestiegen. Das betrifft den beruflichen Alltag als auch das Privatleben. Das man im Beruf Erfolg haben muss ist fast selbstverständlich geworden. Überstunden, Staus auf dem Weg zur Arbeit, berufliche Herausforderungen sind allzu normal geworden. Das kostet natürlich eine Menge Energie. Und wenn man(n) dann vor Arbeit kommt, erwarten ihn dort Frau, Kinder und Haus. Viele Frauen wollen einen beruflich erfolgreichen, verständnisvollen aber auch dominanten Mann. Ohne ausreichende Entspannung führt diese Situation zu Dauerstress. Dieser Stress führt zur Ausschüttung von Hormonen die einen negativen Einfluss auf die männliche Testosteronproduktion haben. Die Verringerung des Testosterons bewirkt wiederum eine abnhemende Potenz.

Weiterhin behindern gesellschaftliche Normen, Werte und Mythen das Sexleben. Themen wie Häufigkeit, Intensität und abenteuerliche Techniken sind durch die Medien omnipräsent und spuken im Kopf des Mannes (und seiner Partnerin). Ein Bild von einer Sexualität, deren Herausforderungen niemand entsprechen kann. Diese Normen und Mythen mit ihrem Erwartungsdruck führen nicht selten zu Erektionsproblemen.

Erwartungsängste, die sich zu einem Teufelskreis aus Angst vor dem nächsten Mal, vor dem Versagen und immer stärkerem Rückzug und Vermeidung aufschaukeln. Die Erwartungsängste verstärken den Rückzug, führen bei wiederholten Versuchen, eine Erektion zu erreichen, immer wieder zum Versagen. Die Erwartungsängste werden als richtig bestätigt, irgendwann wird gar keine Sexualität mit der Partnerin mehr versucht.

Halbwissen stärkt falsche Vorstellungen über körperliche Abläufe, zufriedenstellendes und lustvolles sexuelles Erleben und verschiedene Sexpraktiken. Negative und unbefriedigende Erfahrungen mindern Lust und Erregung.

Probleme mit dem Partner können Folge, aber auch Ursache von Erektionsstörungen sein. Oft lohnt es sich näher hin zu schauen und die genauen Ursachen in der Beziehung heraus zu finden.

Wichtigste Ursachen im Überblick

Erektionsprobleme könne eine ganze Reihe Psychische Ursachen haben. Die wichtigsten dafür sind:

  • Probleme in der Partnerschaft
  • Streß in und außerhalb der Beziehung
  • Finanzielle Sorgen und Existenzängste
  • Fehlende Selbstbewusstsein, Vergleich mit durchtrainierten, attraktiven Männerkörpern in den Medien
  • Eifersucht
  • Depressionen
  • Traumatische sexuelle Erfahrungen in der Kindheit/Jugend
  • Leistungsstress
  • Krankheit eines Partners
  • Versagensängste, sexuelle Unerfahrenheit, Angst vor dem Verlust des Partners
  • unsichere, sexuelle Orientierung (z.B. Homosexualität ja oder nein)
  • Fehlende Zuneigung, zu wenig Zeit füreinander, keine gemeinsamen Interessen
  • Fehlende Kommunikation (erotische Wünsche/Fantasien)

Körperliche Ursachen für Erektionsprobleme

In etwa 60 Prozent der Fälle von Erektionsstörungen sind körperliche Ursachen der Auslöser. In den letzten jahren wurden bei der Ursachenforschung von Erektiler Dysfunktion große Fortschritte gemacht. So sind wesentliche Grunderkrankungen, die zu Erektionsproblemen führen können, heute bekannt. so weit, dass nur ein geringer Prozentsatz allein körperlich oder psychisch verursacht wird. In den weitaus meisten Fällen gehen beide Ursachen einher und bedingen sich gegenseitig. Während in jungem und mittlerem Alter psychische Ursachen häufiger sind, spielen mit zunehmendem Alter körperliche Wirkfaktoren eine immer größere Rolle.

Körperliche Ursachen für Erektionsprobleme sind in vielen Fällen Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Operationen, Verletzungen am Schwellkörper, aber auch Folgen von langjähriger Einnahme von Drogen wie Rauchen oder zu hohem Alkoholkonsum. In der Folge kommt es dabei zu Schädigungen von Blutgefäßen oder Schwellkörpern.

Übersicht der körperlichen Ursachen

Eine Übersicht an körperlichen Ursachen für Erektionsstörungen

  • Arterienverkalkung
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte und Cholesterinämie
  • Diabetes
  • Chronische Nierenschwäche
  • Herzkrankheiten
  • Nervenerkrankungen
  • Schläfenlappen-Epiliepsie
  • Neurolues
  • Multiple Sklerose
  • Parkinsonsche Krankheit
  • Testosteronmangel, Hormonstörungen
  • Querschnittslähmung
  • Bandscheibenvorfall
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Prostata-Entzündung
  • Schwellkörperleck
  • Nikotinkonsum, Drogenkonsum
  • Übergewicht
  • Unfälle, Operationen, Penisbruch

Diagnose Erektionsprobleme

Es gibt wohl kaum weniger Themen über die Männer nicht gern sprechen als über Erektionsprobleme und im Bett nicht seinen Mann stehen zu können. Die erektile Dysfunktion (ED), die oft auch einfach als Impotenz bezeichnet wird, ist jedoch mehr denn je ein Thema, denn immer mehr junge Männer müssen sich mit dem Thema auseinander setzen. Durch das "Schweigen" wird es jedoch nicht einfach und so bleiben leider viele Erektionsprobleme ungelöst und lösen eine Kette weiterer negativer Reaktionen aus.

Über die Hälfte der Männer im Alter von 40-70 Jahre leiden unter Erektionsstörungen, die von Mann zu Mann unterschiedlich stark sein können. Hilfe gibt es dafür ausreichend in Form von Aufklärung und Informationen, aber auch durch effektive Behandlungsmöglichkeiten. Die Ursache für das Auftreten der Erektionsprobleme können sehr unterschiedlich sein und somit auch die Hilfe in Form von Behandlungen. 

Erektionsstörungen sind ein Teufelskreislauf. Wer quasi einmal "versagt", der hat beim nächsten Mal wieder Angst – und diese Angst löst eine Blokade aus die dann erst recht zu weiteren Problemen führt, obwohl weder physiologische noch andere Gründe vorliegen. Der „Mann“ zweifelt an sich selbst und durch dieses einmal "nicht können" ist das Selbstbewusstsein oftmals so angegriffen, dass dies beim nächsten Mal mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auftritt. Der erste Schritt ist klaren Kopf zu behalten und offen mit der Partnerin über die Erektionsprobleme zu reden. 

Der eigene Partner sollte im sexuellen Bereich der engste Vertraute im Leben sein. Egal welche Ursache für die Erektionsprobleme vorliegen, er ist zwangsweise mit davon betroffen. Der offene Umgang mit dem Problem ist sehr wichtig und trägt zum Abbau von Druck bei. Zudem ist  er der erste wichtige Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung. Lautet die Diagnose Erektionsprobleme oder Impotenz, dann gehen Sie offen mit dem Thema um. Zu zweit schaffen Sie den Weg leichter, auch wenn es am Anfang schwierig ist darüber zu reden.


Die Krankheit Impotenz

Die Ursachen für Impotenz oder Erektionsstörungen können ganz unterschiedlich sein. Etwa 1/3 aller Männer hat organische, 1/3 psychische und 1/3 beide Faktoren als Auslöser. Doch zu allererst sollte man(n) wissen: Wenn "Er" nicht kann, muss es noch lange keine Erektionsstörung sein! Jeder Mann hat Phasen in seinem Leben, in denen es stressig zugeht, ob durch den Job oder die Beziehung, und wo es dann in der Folge zu Erektionsstörungen kommen kann. Aus medizinischer Sicht spricht man erst von einer Erektionsstörung, wenn die Probleme 6 Monate lang kontiniuierlich andauern und die Erektion nicht mehr ausreich um das Glied in die Scheide einzuführen.

Ursachen für Erektionsstörungen

Wenn die erektile Dysfunktion, so der medizinische Fachbegriff, länger andauert, ist die Diagnose der erste wichtige Schritt. So kann z.B. per Ultraschall der arterielle Blutdurchfluß im Penis gemessen werden. Dadurch wird herausgefunden, ob etwa Gefäßverengungen die Erektionsstörung ausgelöst haben. Ebenso können bisher unerkannte Krankheiten der Ausköser für Erektionsstörungen sein: Neben Durchblutungsstörungen, können Bluthochdruck, Diabetes, und sogar Multiple Sklerose im Frühstadium die Fähigkeit zur Erektion beeinträchtigen. Als Ursache können aber auch hormonelle Störungen oder die Folgen einer Operation in Frage kommen.

Tritt die Impotenz auf, liegt das wahre Problem oft nicht am Körper, sprich dem Penis, sondern im Kopf des Mannes. Das Alter spielt dabei eine große Rolle, schließlich "funktioniert" ein Penis mit 50 Jahren nicht mehr so wie bei einem 20-jährigen. Trotz aller Werbung und der Vorstellung des immerpotenten Mannes kann genussvoller Sex möglich sein. Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass der Penis immer hart wie Stahl und unheimlich groß sein muss und auch die ganze Nacht seinen Dienst verrichten muss. Dies betrifft aber sowohl die Erwartungen und Maßstäbe von Mann und Frau gleichzeitig. 

Informationen zur Erektion

Wenn der Kopf Probleme verursacht

Bei vielen Männern besteht der Irrglaube, dass sie immer eine Erektion haben müssen, selbst dann wenn sie nicht richtig erregt sind. Sicher, ein Penis kann auch ohne Erregung steif werden, aber dies tritt nur ehr selten auf und lässt sich schon gar nicht planen. Wenn keine sexuelle Erregung da ist, wenn also das Rahmenprogramm nicht stimmt, wird es auch nicht zu einer Erektion kommen. Der Umstand selbst ist kein problem und ist erklärlich und normal. Es wird aber erst dann ein Problem, wenn Männer die Erektion erzwingen wollen, selbst dann wenn sie gar keine Lust auf Sex und demzufolge kein sexuelles Verlangen haben.

Egal welche Ursachen die Erektionsstöungen haben, in den meisten Fällen führt eine zusätzliche Versagensangst zum Auftreten einer vollständigen Impotenz. In der Regel tun sich beide Partner schwer mit dieser neuen Situation umzugehen. Oftmals wäre es möglich, durch den Abbau von Leistungsdruck, sowie durch andere Formen von Stimulationen die beginnende erektile Dysfunktion noch weitgehend in den Griff zu bekommen. Stattdessen ist all zu oft Frustration und Resignation in deutschen Betten anzutreffen.

In der Folge kommt es in der langjährigen Ehe oder Partnerschaft dann zu einer zunehmend latenten Aggression beider Partner. "Nebenschauplätze" entstehen, die mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben. Oftmals wird dem Mann von seiner Partnerin in solchen Situationen sein sexuelles Unvermögen offen oder angedeutet vorgehalten, was die Frustration beim Mann weiter verstärkt. Als Gegenreaktion wird die Frau vom Mann dadurch gekränkt, dass sie "nicht in der Lage sei, ihn zu erregen".