Category Archives: Sexualprobleme


Begünstigt Masturbieren Impotenz?

Zusammenfassung: Zum Thema Impotenz gibt es so einige Mythe die sich hartnäckig halten. Eine davon ist, dass häufiges Masturbieren zu Erektionsstörungen führt. Mehr Infos dazu im Folgenden Artikel.

Kann ich durch häufiges Masturbieren impotent werden?

Nein – grundsätzlich führt häufiges Masturbieren nicht zu Impotenz. Es gibt jedoch Umstände, durch die häufiges Masturbieren Erektionsstörungen begünstigen können. Eine Erektion ist ein Reflex auf bestimmte Reize oder Stimulationen, ähnlich, wie wenn durch Duft Appetit bekommen kann. Verhaltensforscher haben dafür den Begriff Konditionierung gefunden. Wenn sich ein Mann zu sehr an bestimmte sexuelle Stimulation oder Reiz gewöhnt, kann er Potenzstörungen bekommen, sobald diese bestimmten Reize ausbleiben. Beim Masturbieren geben sich Männer häufig bestimmten Fantasien hin, sehen sich Pornos oder entsprechende Bilder an. Bei besonders häufigem oder ungewöhnlichem Konsum von Pornographie, kann es für den Sexualpartner schwierig werden, diese teils sehr speziellen Reize oder Situationen aus den Filmen mit der Hand, Mund oder Scheide zu ersetzen. Erektionsstörungen können dann die Folge sein.


Penisvergrößerung

Neben Fragen zu Erektionsproblemen und Impotenz, erhalten wir auch viele Zuschriften zum Thema Penisvergrößerung. Ein zu kleiner Penis gehört zu den größten Sexualproblemen und stellt für viele Männer eine große psychische Belastung dar. Deshalb wollen wir uns diesem Thema widmen und Ihnen nähere Informationen zur Penisvergrößerung an die Hand geben. Im Gegensatz zur erektilen Dysfunktion, sind Potenzmittel wie Viagra oder Cialis keine Lösung und scheiden daher als rettende Hilfe aus.

Penisvergrößerung bezeichnet unterschiedliche Methoden, deren Ziel die Vergrößerung des menschlichen Penis ist. Die dabei eingesetzten Techniken reichen von manuellen Übungen und Anwendungen diverser Geräte bis hin zu plastisch-chirurgischen Eingriffen. Abgesehen von solchen chirurgischen Eingriffen ist die Wirksamkeit nicht belegt. Spezielle chirurgische Verfahren (Phalloplastie) werden in einigen Fällen zur Behandlung eines echten Mikropenis angewandt.

Von Methoden, die den Penis dauerhaft, also auch im schlaffen Zustand, vergrößern, sind solche zu unterscheiden, die eine besonders feste oder eine besonders lange Erektion herbeiführen sollen. In Letzterem Fall werden ähnliche oder gleiche Methoden eingesetzt wie jene, die medizinisch zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Impotenz) eingesetzt werden.

Operativer Eingriff

Der Wunsch, eine Penisvergrößerung vorzunehmen, entspringt oft aus einer Dysmorphophobie (Angst vor oder große Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper) des Betroffenen. Allerdings kann ein erfolgreicher Eingriff bei sorgfältig ausgewählten Patienten zu einem erhöhten Wohlbefinden führen. Umgekehrt waren viele Patienten nach der Operation trotz objektiv messbarem Erfolg mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Auch wurden in der genannten Studie Fälle ermittelt, bei denen sogar eine Verkleinerung festgestellt wurde. Dazu kommt das generelle Risiko einer Operation.

Ein operativer Eingriff zur Vergrößerung des Penis sollte kritisch hinterfragt werden. Es wird daher geraten, sich intensiv mit einem Arzt bzw. einer psychologischen Beratung auseinander zu setzen.

Penisaugmentation

Die operative Penisvergrößerung, fachlich korrekt Penisaugmentation genannt, wird seit etwa 50 Jahren durchgeführt.

Moderne Verfahren zur Penisaugmentation ändern die bisherige Technik hin zu mikrochirurgischen, ambulant durchführbaren Eingriffen. Ähnlich vieler chirurgischer Eingriffe ist die Penisaugmentation mittlerweile auch unter örtlicher Betäubung durchführbar. Zur Verlängerung des Penis wird dessen vorderes Halteband (Ligamentum suspensorium penis) durchgetrennt und – unter Verwendung von körpereigenem Material – eine neue Befestigung geschaffen. Ein sogenannter „Schwenklappen“ entsteht. Die Peniswurzel mit ihren Nerven- und Gefäßeintritten bleibt vollständig unberührt. Im Grunde nutzt man einen geometrischen Trick aus, indem man den vorderen inneren Verlauf des Penis begradigt und somit einen Anteil des innen liegenden Teils „herausschiebt“. Eine Folge ist eine leichte Abflachung des Erektionswinkels um etwa 15 Grad.

Die Verdickung erfolgt heute in den allermeisten Fällen durch eine autologe Fettgewebstransplantation, also eine Verpflanzung von Fettgewebe, das zuvor am Oberschenkel mit einer dünnen Kanüle entnommen wurde. Bei der Verdickung ist zu beachten, dass es dabei mehrere technische Ansätze zur Durchführung einer Verdickung mit Fett gab. Letztlich bewährt hat sich nur die Methode, bei der das Fett filtriert wird. Hatte man am Anfang noch Bedenken, dass dies die sensiblen Fettzellen zerstören würde, weiß man heute, dass dem nicht so ist und im Gegenteil die Filterung die Voraussetzung für ein dauerhaftes Vorgehen ist. Bei der Filterung werden nämlich die Fragmente anderer Zellen entfernt, die mit ihren Oberflächenantigenen den Körper aufforderten, sie schnell abzubauen (wobei auch das Fettgewebe verloren ging). Im Anschluss an die Operation muss ein im Druck abgestufter Druckverband für eine Woche getragen werden. Dieser ist für das Gelingen ebenso erforderlich wie die korrekte Durchführung.

Alternativ kann zur Verdickung der Einbau einer Biopolymermatrix (Scaffold) erfolgen. Dieses Verfahren ist relativ neu, von daher ist eine Bewertung noch nicht möglich. Körperfremde Materialien wie zum Beispiel Silikon oder Paraffin kamen, außer zu Beginn in Russland, nie für die Penisaugmentation zum Einsatz. Sie haben sich nicht bewährt. Die Verwendung körpereigenen Gewebes erbringt deutlich bessere Ergebnisse.

Die Penisaugmentation wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Allgemein kann gesagt werden, dass die Ergebnisse der operativen Penisaugmentation durch die mikrochirurgischen Verfahren in den letzten 15 Jahren deutlich besser geworden sind. Generell bewirkt die Operation eine stärkere Vergrößerung im schlaffen Zustand (prozentual), je nach anatomischen Verhältnissen bis hin zur Verdoppelung der Länge. Der Zuwachs im erigierten Zustand liegt je nach Ausgangslage zwischen zwei und vier Zentimetern.

Wie bei fast jeder Schönheitsoperation muss auch hier der Patient die Kosten der Operation selbst tragen, er wird nur in Ausnahmefällen von den privaten oder den gesetzlichen Krankenkassen eine Zusage für eine Kostenübernahme erhalten.

Mechanische Hilfsmittel

Mechanische Hilfsmittel sind Penisstrecker, die zu einer dauerhaften Verlängerung des Penis führen sollen, und Vakuum-Penispumpen, die neben der Erektionsförderung durch eine Gewebedehnung auch zu einer dauerhaften Vergrößerung führen sollen. Daneben werden manuelle Methoden (Stretching, um das Glied zu verlängern, bzw. Jelq-Massage, um das Glied zu verdicken) empfohlen. Die Anwendung der mechanischen Methoden ist risikobehaftet. Zuverlässige Belege für die Erzielung der erwünschten Wirkungen liegen nicht vor. Solchen Angeboten sollte man(n) daher immer misstrauisch begegnen.

Eine weitere Methode besteht in der Anhängung von Gewichten an den nicht erigierten Penis. Ein Erfolg dieser Methode ist völkerkundlich nachgewiesen.

Auf die Wirkung von Gewichten (Zug) auf Körperteile gehen sogenannte Penis-Streckapparate zurück. Sie wurden ursprünglich zur Korrektur der Narbenkontraktion nach Penisvergrößerungsoperationen entwickelt und finden hierbei weltweit Einsatz. Narbengewebe ist ein einfach strukturiertes Reparaturgewebe, welches offenbar sehr gut auf permanente Krafteinwirkung reagiert. Seit einigen Jahren werden solche Streckgeräte zur Penisvergrößerung ohne Operation angeboten.


Penisverkrümmung

Eine Penisverkrümmung ist eine Deformation des Penis die relativ unterschiedlich ausfallen kann. Bei den meisten Männern ist der Penis nicht gerade. Es können auch natürlicherweise leichte Verbiegungen des schlaffen oder erigierten Penis auftreten. Penisverkrümmungen, die über diese natürlichen Variationen hinausgehen, können angeboren oder erworben sein.

Man unterscheidet zwischen:

  • Angeborene Penisverkrümmung
  • Erworbene Penisverkrümmung

Angeborene Penisverkrümmung

Eine angeborene Penisverkrümmung wird meist schon bei Neugeborenen entdeckt. Sie tritt als Folge einer genetischen Fehlentwicklung des Penis auf. Die Verkrümmung wird beispielsweise durch eine asymmetrische Entwicklung des Penisgewebes verursacht, bei der die Schwellkörper ungleich groß oder verkürzt ausgebildet sind. In manchen Fällen liegt auch eine Verkürzung der  Harnröhre vor.

Anders als bei der erworbenen Penisverkrümmung verändert sich die angeborene Penisverkrümmung beim erwachsenen Mann nicht.

Erworbene Penisverkrümmung

Die erworbene Penisverkrümmung tritt in Abhängigkeit des Alters bei 3 bis 7 Prozent der Männer auf. Männer mit Diabetes haben dabei ein erhöhtes Risiko. Die Erkrankung kann sich langsam, mit zunehmender Abknickung, entwickeln oder scheinbar plötzlich „über Nacht" auftreten. Der Beginn ist häufig von Schmerzen, insbesondere bei der Erektion, begleitet. Am häufigsten zeigt sich eine Verkrümmung des erigierten Penis nach oben.

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch immer nicht geklärt. Eine wirklich effektive Behandlungsform gibt es deshalb nicht. Die verbreitetste Theorie geht davon aus, dass kleinste Verletzungen im Gewebe des Penis, sogenannte Mikrotraumen, eine große Rolle bei der Entstehung spielen. Therapiert wird die erworbene Penisverkrümmung mit verschiedenen Medikamenten und Behandlungsverfahren. Das Ziel ist in der Regel, die Symptome zu lindern und ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern.

Bei schweren Krankheitsverläufen mit starken Abknickungen des Penis bleibt manchmal jedoch nur die Operation, um den Patienten wieder dazu zu verhelfen, Sex haben zu können.

In manchen Fällen verbessert sich die Krankheit allerdings auch von selbst, ohne dass eine Behandlung durchgeführt wurde. Welche Faktoren dazu führen ist jedoch noch nicht bekannt.


Umgang mit Erektionsstörungen

Kaum ein anderes Thema ist für Männer mehr Tabu als Erektionsprobleme, selbst gegenüber engsten Freunden. Wenn der "beste Freund" des Mannes nicht mehr steht, sprich, der Penis nicht mehr zu einer befriedigenden Erektion fähig ist. Die Erektile Dysfunktion (ED), früher oft einfach als „Impotenz“ bezeichnet, ist trotzdem ein Thema das immer wieder für Männer aktuell wird. Dadurch, dass das Thema immer noch mit einem Tabu belegt ist, über die ist es oftmals schwierig, an verlässliche, hilfreiche Informationen zu erhalten. Mehr als 70 % der Männer sind in ihrem Leben zumindest einmal von Erektionsstörungen betroffen. Über die Hälfte der Männer im Alter von 40-70 Jahre klagen über auftretende Erektionsstörungen, welche von Mann zu Mann recht verschieden ausfallen können. Dabei gibt es zum Thema Potenzprobleme nicht nur genügend Informationen, sondern auch erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten. Viele Faktoren können für Erektionsstörungen verantwortlich sein und in vielen Fällen können Potenzmittel eine leichte, einfache Hilfe sein.

Wenn ein Mann unter Potenzstörungen leidet, landet er schnell in einer Art Teufelskreislauf. Sind einmal die Probleme aufgetreten, so ist es beim nächsten Mal diese Angst selbst, die zu weiteren Erektionsproblemen führt, obwohl keine körperlichen Probleme vorliegen. Als Mann zweifelt man an sich selbst, durch ein einmaliges Versagen ist das Selbstbewusstsein oftmals so angegriffen, dass dies beim nächsten Mal wieder auftritt. In dieser Situation sollte man kühlen Kopf bewahren und offen mit der Partnerin über die Probleme reden.

Der eigene Partner ist auch beim Thema Sex der engste Vertraute im Leben, so dass er, egal welche Ursache die Erektionsprobleme haben, mitbetroffen ist. Der offene Umgang mit dem Problem ist schon der erste wichtige Schritt, wenn nicht sogar der Schlüssel zum Erfolg!


Vorzeitiger Samenerguss

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass fast jeder fünfte Mann unter vorzeitigem Samenerguss leidet. Nicht selten enstehen aus einer Mischung aus Scham und Versagensängsten ernsthafte Probleme, die sich auch auf die Beziehung auswirken können. Vorzeitige Ejakulation gehört neben Erektionsstörungen und Impotenz zu den häufigsten Sexualproblemen bei Männern. Doch in den meisten Fällen kann geholfen werden – wenn man(n) lernt darüber zu sprechen.

Sex ist kein Wettbewerb, und es kommt dabei nicht auf Schnelligkeit an. Sieger oder Verlierer gibt es nicht und somit auch keinen Grund sich unnötig unter Druck zu setzen. Die durchschnittliche Dauer von Sex in deutschen Betten liegt bei 7 – 10 Minuten. Hat der Mann den Orgasmus aber vor, während oder sehr kurz nach dem Eindringen, sprechen Ärzte von einer vorzeitigen Ejakulation.

Vorzeitiger Samenerguss im Vergleich zu einem normalen Orgasmus

In der Natur hat ein schneller, aber mehrmaliger, Samenerguss seinen Sinn: Er dient der raschen und mehrfachen Weitergabe der eigenen Erbanlagen an verschiedene Weibchen. Die menschliche Sexualität dagegen dient mehr als nur der Erhaltung der Art. Sie ist mehr ein Lustvorgang, eine Art der Kommunikation. Und genau bei dieser Kommunikation hapert es, wenn Sexualprobleme wie ein vorzeitiger Samenerguss auftreten. Versagensängste und Unzufriedenheit werden totgeschwiegen, das Thema ein Tabu, aber auf längere Zeit kommt nicht nur die Frau zu kurz, sondern auch die Beziehung leidet darunter.