Darf Viagra online gekauft werden?

In den weitaus meisten EU-Ländern dürfen rezeptpflichtige Medikamente per Post versendet werden. So ist dies u.a. in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden und Schweden möglich. Weiterhin sind Verschreibungen per Ferndiagnose in Ländern wie der Schweiz, im Vereinigten Königreich und auch in der Niederlange gestattet. Der Arzt darf also per Chat, Telefon oder E-Mail beraten und eine mögliche Diagnose stellen. Gesetzlich ist in der Europäischen Union geregelt, dass jeder EU-Bürger einen Arzt in einem anderen EU-Land konsultieren darf, zb. in Großbritannien. In den genannten Ländern darf ein Arzt eine Online-Konsultation vornehmen und auch ein Rezept ausstellen. Dieses Rezept darf der Patient dann auch in Deutschland oder einem anderen EU-Land einlösen (Cross-Border-Verschreibung).

Das Bundesgesundheitsministerium plant jedoch bis Ende 2016 diese Regelung zu verbieten. In Zukunft sollen Deutsche Apotheker Rezepte, die ohne persönlichen Kontakt zwischen dem Arzt und dem Patienten ausgestellt wurden, nicht mehr beliefern dürfen.

Es stellt sich da jedoch die Frage, wie die praktische Umsetzung möglich ist. Das Internet kennt keine Grenzen und wer seine Medikamente nicht bei Viagra-Apotheke bestellt, wird dies eben woanders tun. Ein deutscher Alleingang hat sich schon beim Thema Jugendschutz im Internet als wirkungslos erwiesen.

Da in ortsansässigen Apotheken die Preise sehr hoch sind, empfehlen viele Ärzte Ihren Patienten Viagra online zu kaufen. Die Untersuchung und Beratung sollte jedoch trotzdem bei einem Arzt vor Ort erfolgen!

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Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH, Klinik für Urologie und Uroonkologie
Salzdahlumer Straße 9
38126 Braunschweig

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