Die Krankheit Impotenz

Die Krankheit Impotenz
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Die Ursachen für Impotenz oder Erektionsstörungen können ganz unterschiedlich sein. Etwa 1/3 aller Männer hat organische, 1/3 psychische und 1/3 beide Faktoren als Auslöser. Doch zu allererst sollte man(n) wissen: Wenn "Er" nicht kann, muss es noch lange keine Erektionsstörung sein! Jeder Mann hat Phasen in seinem Leben, in denen es stressig zugeht, ob durch den Job oder die Beziehung, und wo es dann in der Folge zu Erektionsstörungen kommen kann. Aus medizinischer Sicht spricht man erst von einer Erektionsstörung, wenn die Probleme 6 Monate lang kontiniuierlich andauern und die Erektion nicht mehr ausreich um das Glied in die Scheide einzuführen.

Ursachen für Erektionsstörungen

Wenn die erektile Dysfunktion, so der medizinische Fachbegriff, länger andauert, ist die Diagnose der erste wichtige Schritt. So kann z.B. per Ultraschall der arterielle Blutdurchfluß im Penis gemessen werden. Dadurch wird herausgefunden, ob etwa Gefäßverengungen die Erektionsstörung ausgelöst haben. Ebenso können bisher unerkannte Krankheiten der Ausköser für Erektionsstörungen sein: Neben Durchblutungsstörungen, können Bluthochdruck, Diabetes, und sogar Multiple Sklerose im Frühstadium die Fähigkeit zur Erektion beeinträchtigen. Als Ursache können aber auch hormonelle Störungen oder die Folgen einer Operation in Frage kommen.

Tritt die Impotenz auf, liegt das wahre Problem oft nicht am Körper, sprich dem Penis, sondern im Kopf des Mannes. Das Alter spielt dabei eine große Rolle, schließlich "funktioniert" ein Penis mit 50 Jahren nicht mehr so wie bei einem 20-jährigen. Trotz aller Werbung und der Vorstellung des immerpotenten Mannes kann genussvoller Sex möglich sein. Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass der Penis immer hart wie Stahl und unheimlich groß sein muss und auch die ganze Nacht seinen Dienst verrichten muss. Dies betrifft aber sowohl die Erwartungen und Maßstäbe von Mann und Frau gleichzeitig. 

Informationen zur Erektion

Wenn der Kopf Probleme verursacht

Bei vielen Männern besteht der Irrglaube, dass sie immer eine Erektion haben müssen, selbst dann wenn sie nicht richtig erregt sind. Sicher, ein Penis kann auch ohne Erregung steif werden, aber dies tritt nur ehr selten auf und lässt sich schon gar nicht planen. Wenn keine sexuelle Erregung da ist, wenn also das Rahmenprogramm nicht stimmt, wird es auch nicht zu einer Erektion kommen. Der Umstand selbst ist kein problem und ist erklärlich und normal. Es wird aber erst dann ein Problem, wenn Männer die Erektion erzwingen wollen, selbst dann wenn sie gar keine Lust auf Sex und demzufolge kein sexuelles Verlangen haben.

Egal welche Ursachen die Erektionsstöungen haben, in den meisten Fällen führt eine zusätzliche Versagensangst zum Auftreten einer vollständigen Impotenz. In der Regel tun sich beide Partner schwer mit dieser neuen Situation umzugehen. Oftmals wäre es möglich, durch den Abbau von Leistungsdruck, sowie durch andere Formen von Stimulationen die beginnende erektile Dysfunktion noch weitgehend in den Griff zu bekommen. Stattdessen ist all zu oft Frustration und Resignation in deutschen Betten anzutreffen.

In der Folge kommt es in der langjährigen Ehe oder Partnerschaft dann zu einer zunehmend latenten Aggression beider Partner. "Nebenschauplätze" entstehen, die mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben. Oftmals wird dem Mann von seiner Partnerin in solchen Situationen sein sexuelles Unvermögen offen oder angedeutet vorgehalten, was die Frustration beim Mann weiter verstärkt. Als Gegenreaktion wird die Frau vom Mann dadurch gekränkt, dass sie "nicht in der Lage sei, ihn zu erregen".