Hilfe durch Potenzmittel

Seit Oktober 1998, als Viagra mit dem Wirkstoff Sildenafil auf den Markt kam, steht erstmals eine sehr wirksame Hilfe gegen Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) in Tablettenform zur Verfügung. Sildenafil wirkt dahin, dass es den Abbau einer für die Erektion sehr wichtigen Substanz, nämlich dem sogenannten cyclo-Guanosinmonophosphat (Abkürzung cGMP), hemmt.

Bei einer sexueller Reizung wird cGMP durch das im Penis natürlicherweise vorkommende Enzym Guanylatzyklase gebildet und normalerweise durch das Enzym Phosphodiesterase 5 wieder abgebaut, so dass neu gebildetes cGMP auch ständig wieder abgebaut wird. Mit der Einnahme von Viagra oder einem anderen Potenzmittel wird das durch sexuelle Reizung gebildete cGMP nicht gleich wieder abgebaut, d.h., dass es länger im Penis-Schwellkörper verweilt. Um so mehr cGMP aber im Schwellkörper ist um so stärker und länger ist auch die Erektion, da die Durchblutung gesteigert wird. Andere Potenzmittel wie beispielsweise Cialis und Levitra funktionieren nach demselben Prinzip. Daher wird diese Gruppe von Potenzmitteln auch als PDE-5-Hemmer bezeichnet, da sie das Enzym Phosphodiesterase 5 hemmen.

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