Penisverkrümmung

Penisverkrümmung
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Eine Penisverkrümmung ist eine Deformation des Penis die relativ unterschiedlich ausfallen kann. Bei den meisten Männern ist der Penis nicht gerade. Es können auch natürlicherweise leichte Verbiegungen des schlaffen oder erigierten Penis auftreten. Penisverkrümmungen, die über diese natürlichen Variationen hinausgehen, können angeboren oder erworben sein.

Man unterscheidet zwischen:

  • Angeborene Penisverkrümmung
  • Erworbene Penisverkrümmung

Angeborene Penisverkrümmung

Eine angeborene Penisverkrümmung wird meist schon bei Neugeborenen entdeckt. Sie tritt als Folge einer genetischen Fehlentwicklung des Penis auf. Die Verkrümmung wird beispielsweise durch eine asymmetrische Entwicklung des Penisgewebes verursacht, bei der die Schwellkörper ungleich groß oder verkürzt ausgebildet sind. In manchen Fällen liegt auch eine Verkürzung der  Harnröhre vor.

Anders als bei der erworbenen Penisverkrümmung verändert sich die angeborene Penisverkrümmung beim erwachsenen Mann nicht.

Erworbene Penisverkrümmung

Die erworbene Penisverkrümmung tritt in Abhängigkeit des Alters bei 3 bis 7 Prozent der Männer auf. Männer mit Diabetes haben dabei ein erhöhtes Risiko. Die Erkrankung kann sich langsam, mit zunehmender Abknickung, entwickeln oder scheinbar plötzlich „über Nacht" auftreten. Der Beginn ist häufig von Schmerzen, insbesondere bei der Erektion, begleitet. Am häufigsten zeigt sich eine Verkrümmung des erigierten Penis nach oben.

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch immer nicht geklärt. Eine wirklich effektive Behandlungsform gibt es deshalb nicht. Die verbreitetste Theorie geht davon aus, dass kleinste Verletzungen im Gewebe des Penis, sogenannte Mikrotraumen, eine große Rolle bei der Entstehung spielen. Therapiert wird die erworbene Penisverkrümmung mit verschiedenen Medikamenten und Behandlungsverfahren. Das Ziel ist in der Regel, die Symptome zu lindern und ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern.

Bei schweren Krankheitsverläufen mit starken Abknickungen des Penis bleibt manchmal jedoch nur die Operation, um den Patienten wieder dazu zu verhelfen, Sex haben zu können.

In manchen Fällen verbessert sich die Krankheit allerdings auch von selbst, ohne dass eine Behandlung durchgeführt wurde. Welche Faktoren dazu führen ist jedoch noch nicht bekannt.