Was ist eine Levitra Schmelztablette?

Levitra Schmelztabletten

Zusammenfassung: Die Schmelztabletten von Levitra sind ein relativ neues Potenzmittel in Form von Streifen. Diese werden auf die Zunge gelegt und lösen sich auf. Der Wirkstoff Vardenafil gelant schnell ins Blut und wirkt zuverlässig bei erektiler Dysfunktion.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Levitra Schmelztablette?

Levitra Orodispersible (Levitra Schmelztablette) ist ein Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen, auch erektile Dysfunktion oder Impotenz genannt. Der aktive Wirkstoff in Levitra Orodispersible ist Vardenafil, eine Substanz aus der Reihe der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer). Vardenafil ist ein gefäßerweiternder und durchblutungsfördernder Stoff, der Männer dabei unterstützt eine ausreichend harte und lang anhaltende Erektion für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr aufzubauen. Levitra ist kein lustförderndes Medikament, sondern wirkt nur sofern der Mann bereits sexuell Stimuliert ist.

Levitra Orodispersible ist eine Schmelztablette, die auf der Zunge schmilzt, und erleichtert dadurch eine diskrete Einnahme. Zusätzlich hinterlässt die Tablette dank zugefügtem Pfefferminzaroma einen angenehmen Geschmack. Die Schmelztablette enthält 10mg des aktiven Wirkstoffs. Levitra ist ebenfalls als reguläre Filmtablette in den Dosierungseinheiten von 5mg, 10mg oder 20mg verfügbar.

Eine Schmelztablette enthält neben dem Wirkstoff Vardenafil folgende Inhaltsstoffe:

  • Magnesiumstearat
  • Aspartam
  • Phenylalanin
  • Crospovidon
  • Mannitol
  • Pfefferminz Aroma
  • Silicium dioxid 1-Wasser
  • Sorbitol

Diese Inhaltsstoffe besitzen keine potenzsteigernde Wirkung, sondern dienen als Bindemittel und fördern die Freisetzung von Varendafil im Körper.

Levitra gegen erektile Dysfunktion

Wie wirkt die Levitra Schmelztablette?

Der in der Levitra Schmelztablette enthaltene Wirkstoff Vardenafil zählt zu den PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer). PDE-5 ist ein Enzym, das für den Abbau einer Erektion verantwortlich ist. Leidet ein Mann unter Impotenz, wird PDE-5 zu früh ausgeschüttet. Vardenafil hemmt dieses und ermöglicht eine länger andauernde Gliedversteifung.

Damit eine Erektion erreicht werden kann, muss ein sexueller Reiz vorliegen. Dieser löst einen komplexen biochemischen Mechanismus aus. Die Reize werden über das Rückenmark zum Penis weitergeleitet. Stickstoff wird ausgeschüttet, der wiederum das Enzym Zyklase aktiviert. Zyklase wandelt die GTP, eine chemische Verbindung, in den Stoff cGMP um. cGMP wirkt gefäßerweiternd und durchblutungsfördern.

Die Substanz entspannt die glatte Muskulatur in den Penisschwellkörper, wodurch mehr Blut in den Penis einfließen kann. Zusätzlich werden die Venen, über die das Blut zurückfließt, abgedrückt, sodass das Blut im Penis bleibt und die Erektion aufrecht erhalten werden kann. Nach der Ejakulation wird PDE-5 ausgeschüttet, welches das Glied zum erschlaffen bringt.

Vardenafil verhindert die vorzeitige Ausschüttung von PDE-5, sodass cGMP länger bestehen kann. Dadurch wird die Härte und Dauer der Gliedversteifung verbessert bzw. verlängert.

Wann tritt die Wirkung von Levitra Orodispersible ein?

Die Levitra Schmelztablette wird ca. eine halbe Stunde vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. Wurde vor der Einnahme fettreiche Nahrung gegessen, kann es zu einem verzögerten Wirkungseintritt kommen.

Wie lange wirkt Levitra Orodispersible?

Die Wirkungsdauer von Levitra beläuft sich auf etwa 5 Stunden. Während dieser Zeit können mehrere Erektionen auf- und abgebaut werden. Eine 5 Stunden andauernde Erektion wird durch die Einnahme von Levitra Orodispersible im Normalfall nicht hervorgerufen. Sollte dennoch eine Dauererektion auftreten, konsultieren Sie umgehend einen Arzt, da es sich hierbei um einen medizinischen Notfall handelt.

Wie wird die Levitra Schmelztablette eingenommen?

Die Levitra Schmelztablette (Levitra Orodispersible) ist speziell für eine vereinfachte Einnahme entwickelt worden. Sie ist in einer Dosierung mit 10 mg Vardenafil erhältlich. In dieser Dosierung hält die Wirkung rund fünf Stunden an und setzt frühestens 20 Minuten nach der Einnahme ein.

Empfehlenswert ist, die Levitra Schmelztablette (Levitra Orodispersible) rund eine Stunde vor dem zu erwartenden Geschlechtsverkehr einzunehmen. Nicht ratsam ist es, zwei Levitra Schmelztabletten auf einmal einzunehmen, da dies die Möglichkeit von Nebenwirkungen sowie deren Intensität erhöht.

Zu beachten ist, dass der Verzehr von fettigen Speisen die Wirkung von Levitra verringert. Dies kann so weit gehen, dass die Wirkung gar nicht oder nicht ausreichend eintritt. Es ist für die Betroffenen empfehlenswert, mindestens zwei Stunden vor der Einnahme deshalb auf Essen zu verzichten.

Darüber hinaus erzielt der Wirkstoff in manchen Fällen nicht bereits bei der ersten Einnahme seine volle Wirkung. Erst wenn Levitra auch nach sechs Versuchen keine befriedigende Wirkung erzielt, ist in diesem Fall davon auszugehen, dass das Medikament bei dem betroffenen Mann nicht wirkt.

Schmelztabletten auf die Zunge legen

Welche Nebenwirkungen hat Levitra Orodispersible?

Die Levitra Schmelztablette gilt allgemein als gut verträgliches Medikament, dennoch kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen. Diese sind in den meisten Fällen von leichter Ausprägung und verschwinden schnell wieder. Sollten schwere Begleiterscheinungen auftreten, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.

Sehr häufig kommt es zu Kopfschmerzen und Flush (Hitzegefühl des Oberkörpers). Häufig treten Schwindel, leichter Durchfall, Übelkeit sowie eine verstopfte Nase auf. Gelegentlich berichten Patienten von einer gesteigerten Tränenbildung, beschleunigtem Herzschlag, Blutdruckabfall oder -anstieg und gesteigerte Lichtempfindlichkeit. Außerdem sind Schläfrigkeit, Muskelschmerzen und Wassereinlagerungen im Gesichtsbereich möglich. Nur selten treten Nebenwirkungen wie Überempfindlichkeit, Ohrensausen, Muskelsteifigkeit und Priapismus auf.

Klinische Studien haben gezeigt, dass unter der Einnahme von Vardenafil weniger häufig Sehstörungen auftreten als bei Sildenafil (Viagra). Außerdem treten Rückenschmerzen als Begleiterscheinung von Levitra deutlich seltener aus als bei Tadalafil (Cialis).

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Bevor Levitra Orodispersible eingenommen wird, muss der Arzt über alle anderen Medikamente, die derzeit eingenommen werden oder vor kurzem angewandt wurden, da es unter Umständen zu einer Wirkungsbeeinflussung sowie gefährlichen Nebenwirkungen kommen kann.

Keinesfalls kombiniert werden, darf Vardenafil mit folgenden Arzneimitteln:

  • Antiarrhythmika der Klasse I wie Chinidin oder Procainamid
  • Antiarrhythmika der Klasse II wie Amiodaron oder Sotalol
  • HIV-1-Proteasehemmer wie Ritonavir und Indinavir

Manche Arzneimittel verstärken die Wirkung von Vardenafil. Auch wenn eine verstärket Wirkung als erstrebenswert erscheint, sollten diese Medikamente keinesfalls kombiniert werden, da dadurch die Nebenwirkungen verstärkt werden können oder gar zu einem gefährlich starken Blutdruckabfall und Erhöhung der Herzfrequenz führen, die einen medizinischen Notfall auslösen können. Zu diesem Medikamenten zählen:

  • Mittel gegen Pilzerkrankungen (Itraconazol, Erythromycin)
  • Medikamente zur Behandlung einer HIV-Infektion (Cimetidin)
  • Gefäßerweiternde Mittel auf Nitro-Basis
  • Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten

Wird Levitra Schmelztablette gemeinsam mit Enzyminduktoren wie Phenobarbital, Phenytoin und Carbamezepin eingenommen, kann es zu einer Wirkungsabschwächung von Vardenafil kommen.

Wann darf Levitra Orodispersible nicht eingenommen werden?

Levitra Schmelztabletten dürfen nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Vardenafil oder einen anderen Inhaltsstoff vorliegen. Des weiteren darf das Potenzmittel nicht von Patienten mit folgenden Erkrankungen angewandt werden:

  • schweren Herz-Kreislauferkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwerer Herzinsuffizienz
  • Schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
  • Niedrigem Blutdruck

Patienten, die in den letzten 6 Monaten einen Schlaganfall erlitten haben sowie Patienten die in den letzten 3 Monaten einen Herzinfarkt hatten, dürfen Vardenafil ebenfalls nicht einnehmen.

Nur nach Rücksprache mit dem Arzt und einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Analyse dürfen Männer mit folgenden Beschwerden Vardenafil-hältige Arzneimittel einnehmen:

  • schweren arteriellen Durchblutungsstörungen
  • Geschwüre im Magen oder Zwölffingerdarm
  • Störungen der Blutgerinnung
  • Sichelzellenanämie
  • Störung der Blutdruckkontrolle
  • Anatomischen Missbildungen des Penis
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